Etappe 1: Santiago – Padrón (23,5 km)

Verhaeltniszmaeszig spaet (9:30 Uhr) bin ich heute Frueh aus Santiago rausgekommen. Gestern habe ich mich zwar (nachdem ich abends mit dem Bus kurz ins Zentrum gefahren bin, um nochmal eine Runde um die Kathedrale zu drehen) wie geplant zeitig niedergelegt, aber die Nachtruhe war leider nicht wirklich gegeben. Durch das Halsweh und wohl auch wegen der Umgewoehnung (erste Nacht nach langer Zeit wieder im Schlafsack) bin ich staendig aufgewacht und meine Gedanken haben sich nur im Kreis gedreht… Nicht sehr entspannungsfoerderlich. Umso gleucklicher bin ich, diese erste Etappe trotz des Dahinkraenkelns fast problemlos hinter mich gebracht zu haben. Ich habe mich, wohl um so schnell wie moeglich aus Santiagos Dunstkreis zu entkommen, hauptsaechlich entlang der N-550-Schnellstrasze bewegt, die straight-ahead nach Padron fuehrt und die bis dahin zahlreiche Ortschaften auffaedelt, die der Rede nicht wirklich wert sind. Egal. Nur kurzzeitig bin ich von dieser sicheren Seite abgewichen und habe mich in den umliegenden Doerfern ein wenig umgeschaut (Schafe, Huehner, vollgehaengte Waeschleinen…fast wie in der Steiermark oder im tiefsten Waldviertel, nur mit Palmen und Zitronenbaeumen dazwischen) . Wichtig war mir auf jeden Fall, dass ich mich halbwegs orientieren kann, was gar nicht so einfach ist. Aber dass ichs mir von Haus aus nicht einfach machen wollte, steht ja ohnedies fest. Wer sonst geht auch einen eh schon (nicht nur im Oktober, sondern ganzjaehrig) wenig frequentierten “Neben-Jakobsweg”, und das noch in die verkehrte Richtung? Das kann ja wohl nur mir einfallen. Apropos Dunstkreis: Dunstig und nebelverhangen habe ich Santiago also hinter mir gelassen, gegen Mittag haben sich dann erste Sonnenstrahlen ihren Weg durch die Wolkendecke gebahnt, und ich bin zuversichtlich, dass mein Vitamin-D-Haushalt heute nach langer Zeit wieder seine Produktion angeschraubt hat. Laut dem gestrigen “Kurier”, den ich in Ermangelung anderer Zeitschriften im Flieger (Niki) geradezu verschlungen habe, produziert der Koerper bis zu 90 Prozent dieses Vitamins selber, vorausgesetzt man haelt sich von Oktober (bis Maerz) unterhalb einer “gedachten Linie noerdlich von Rom” auf. VItamin D ist ja, glaube ich, wichtig fuer die Knochen, und irgendwie hoffe ich stark, dass dadurch meine Hueft(knochen?)schmerzen, die ich mir heute eingetreten habe, wieder weg gehen… Babsi, meine Lieblings-Physiotherapeutin, help me! Bye the way: Bist du gut in Peniche angekommen?

3 comments on “Etappe 1: Santiago – Padrón (23,5 km)

  1. mein schatziiiiiiiii! schön dich zu lesen…endlich (!!!) hab ich internet, sind grad vor 2 stunden hier in peniche angekommen (waren ja zuvor in lissabon) und gerade kommt die bestellte pizza…juhuuu! ich hoffe aber dass deine halsschmerzen besser sind und gegen die hüftschmerzen: iss viel weissen fisch damit die gelenke gutes eiweiss bekommen und dehnen, dehnen, dehnen! ich freu mich schon voll aud dich, das wetter ist echt wunderschön gewesen bei uns (heute zumindest, gestern hats geregnet) und mit joao ists auch sehr vertraut…gute morgige etappe und wirschreibe uns bald wieder! bussi!

  2. Hey, meine lieblingsagnes, KÄT hier! nicht, dass du glaubst, ich würde deinen blog nicht lesen – das gegenteil ist der fall – war bisher jeden tag (mehrmals) drinnen und bin erstaunt und erfreut wie aktiv du bist – sowohl beim schreiben als auch beim gehen! nichts neues hier unter der sonne, die auch bei uns häufig scheint und sich allmorgendlich aus einer nebeldecke erhebt. gestern hab ich zum ersten (und wahrscheinlich auch letzten mal )in meinem leben “vietnamesischen quallensalat” gegessen – herrlich 😉 achja und den baader-meinhof-komplex, den wir ja eigentlich gemeinsam schauen wollten, hab ich jetzt (schändlicherweise) schon alleine gesehen… sehr gelungen, sehr brutal, schwere kost für schwache emo-nerven aber äußerst empfehlenswert! gestern dann auch bei catteeuw – sie ist und bleibt einfach meine entspannungsquelle! schick dir viel positive energie, guten schlaf für heute abend und vieeeeel sonnenschein, mein agi-mausi! dickes bussi und wenn ich mir dann nachher mit maggie ein suk-suhi hol, werden wir an dich denken!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.