Huehnerfuesse, Smartphones und wieder Kameratroubles

Gut eingeschmiert und behuetet (Kapperl) hab ich mich heut frueh auf den Weg gemacht. Nach dem gestrigen straffen Programm, bei dem ich die “must sees” auf schnellstem Wege “abgearbeitet” habe, bin ich den Vormittag ganz gemuetlich an der Marina Bay (toller Blick auf Singapurs Skyline) entlang geschlendert. Mittags erneut hervorragend in “Lil India” gegessen (die Kichererbsen-Koestlichkeit hat mich wieder nur 2,50 Singapur Dollar gekostet, umgerechnet nicht mal 1,50 Euro; ich bin irgendwie erschuettert, aber gesaettigt).

Singapur ist kurios. Das steht fest. Werden einem in den so genannten “hawker stalls”, den asiatischen Freiluft-Garkuechen (z.B. Cinatown Complex) Huehnerfuesze, Schweinedaerme und sonstiges grausiges Zeug vorgekocht und schliesslich auch genuesslich von den Einheimischen verspeist (ich hab mir dort “nur” einen – eh mutig! – Ginsengtee gekauft, den aber auch zur Haelfte weggeschuettet, weil er so suess war), bekommt man andernorts dried Seafood und getrocknetes Gemuese zuhauf zu kaufen. Was ist das alles? Vielleicht Aphrodisiaka? Besonders betoerend riecht das alles nicht, aber was solls. Meine Fotos koennen leider eh noch keine Geruchsnote mitsenden.

Singapur ist hoch. Kraene ueberragen die ohnehin schon schwindelerregend hohe Skyline noch um weites, Baustellen saeumen ganze Strassenzuege. Singapur ist die bis jetzt wahnsinnigste Baustelle, die ich jemals gesehen hab. Unvorstellbar, dass das dreituermige Kasino an der Marina Bay erst seit vergangenem Jahr (2010) steht – es sieht fuer mich naemlich so aus, als waere es immer schon an diesem Platz gewesen. Und just in dem Moment, wo ich jenes monumentale Bauwerk ablichten wollte, war es dann so weit…

Singapur geht nicht ohne. Meine geliebte Sony-Kamera hat mich nun bei diesem Ausflug nach SG endgueltig verlassen. Ja, ich hab sie so geschunden und ueberstrapaziert, dass sie bereits am zweiten Tag den Geist aufgegeben hat. Ich hab aber auch wirklich viel fotografiert (so wie immer), aber diesmal wollte sie nicht mehr. Und der TouchScreen hat bei jedem Mal Aufschieben nur mehr gezittert…!?!? RIP, mein Schatzl, du hast viel mit mir durchstanden!

Apropos Elektronik: Das bringt mich drauf zu erzaehlen, dass ausnahmslos jede/r junge Mensch in Singapur ein Smartphone besitzt. Und wenns kein Smartphone ist, dann halt ein Tablet oder ein iPod o.a. – in den U-Bahnen tippseln, tabbsen und sliden alle, dass es eine Freude ist. Arg. Einfach arg. Singapur das Shoppingparadies, Singapur der Kommerztempel. Auch ich bin, um nicht unausgestattet sein zu muessen, nach meinem Besuch auf der Attraktionsinsel Sentosa in den naechstbesten (ausgerechnet die groeszte Mall von ganz Singapur!) Shoppingtempel (Vivocity!) gegangen, um mir eine billige Ersatzkamera zu besorgen. Denn, wie gesagt: OHNE GEHT EINFACH NICHT! Und um sich eine neue Kompaktkamera zu erstehen, haette mir in der Tat auch ein bloederer Ort als SG einfallen koennen! 😉

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