Die Ha-Long-Wucht

Winterlich ging’s gestern zu in der Bay. Es war arschkalt, dafuer aber sensationell von den gigantischen Felsinseln, die zum Teil von Tropfsteinhoehlen und -grotten durchzogen sind. In einer davon waren wir auch drin: 700.000 Jahre alt, 3.000 m2 groß, durch Zufall von einem Fischer entdeckt, als er den vor einem Taifun fluechtenden Affen folgte. Waehrend des Krieges galt diese auszerdem als sicherer Zufluchtsort vor den Bomben.

Die Bucht war neblig, herbstlich und gleichzeitig mystisch.

Der Ausflug war von der Organisation her ganz in Ordnung, wenn auch ziemlich werbefahrtlastig. Beim Zwischenstopp von Hanoi nach Ha Long City wurden wir auf der einen Seite einer riesigen Markthalle abgesetzt – durchgeschleust – und vom Bus auf der anderen Hallen-Seite wieder aufgelesen. Ich hab nix gekauft. Zwar waren tolle Nadelmalereien dabei, aber eigentlich geht mir diese Werbefahrttour ziemlich auf die Nerven.

Am Boot selbst (leider keine uralten Dschunken mit Segeln wie ichs mir vorgestellt hab) sind wir schlieszlich mit einem aelteren Ehepaar ins Gespraech gekommen – natuerlich aus Wien 16. Wie klein dieser Erdball doch ist.

Ich haette gute Lust mich zu einer sehr vielen Feuerstellen an den Straszenraendern dazuzusetzen und mich dort aufzuwaermen, was sonst nur die heisze Dusche schafft. Mir ist so eisig kalt, es ist nicht zum Aushalten.
Tja, andere Laender, anderes Kaelteempfinden. Flip Flops (unverstaendlich fuer mich) und gefuetterte Winterstiefel (eher nachzuempfinden) treffen bei Grad 10 Grad aufeinander.

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