Sportliches Kuba

7. Februar 2014. Ein Tag, der in die Geschichte eingeht. Warum? Die Olympischen Winterspiele starten im kalten Sotschi, während ich meine heurige Reise in warme Gefilde antrete. Kuba, ich komme, ich fliege, ich springe, ich renne, ich jauchze! So sehr auf einen Urlaub gefreut hab ich mich noch nie. Wie eine überglückliche Medaillengewinnerin schwenke ich meine Fahne (genaugenommen meinen Wollschal) euphorisch durch die Luft, ehe ich ihn – noch in Wien Schwechat – in den Untiefen meines Handgepäcks verstaue. Dich brauch ich jetzt mal für vier Wochen nicht mehr.

Anlassbezogen widme ich meinen ersten Blogeintrag dem sportlichen Kuba, das ja laut Reiseführer – setzt man die Einwohnerzahl in Relation zu den bisher erbrachten sportlichen Leistungen bei internationalen Wettkämpfen – gar als “erfolgreichste Sportnation der Welt gilt”. Klar, bei Winterspielen wird diese Nation wohl nie teilnehmen (Schuster, bleib bei deinen Leisten), dennoch finde ich, dass die internationalen Erfolge keinesfalls unbeachtet bleiben sollten. Sport wird in Kuba groß geschrieben, und so bringt und brachte es bis dato erfolgreiche Baseballspieler, Boxer, (Beach)Volleyballer, Diskuswerfer, Judokas, Leichtathleten, Radrennfahrer, Sprinter und Wassersportler hervor. Vor allem im Baseball und Boxen sind die Kubaner nicht zu verachten. Vielleicht aber tritt Kuba doch mal bei Winterspielen an? Wer weiß. Schließlich debütieren in Sotschi 2014 auch diese mehr als exotischen und wenig wintersportaffinen Nationen: Britische Jungferninseln, Malta, Osttimor, Paraguay, Simbabwe, Togo, Tonga …
Ich nehme diese Reise, oder eben auch das heutige Entzünden des olympischen Feuers, als Anlass, mich selbst dem Sport wieder ein bisschen anzunähern. Mein Rucksack hat Schwergewicht-Klasse, das Meer und die Strände rufen nach ausgedehnten Übungen inner- und außerhalb des Wassers und jene Kilometer landauf, landab, die ich – um möglichst viel zu sehen – plane, auf der Insel zurückzulegen, verdienen fast, bald als eigene Disziplin zu reüssieren.
Ich triumphiere ob meiner Energie. Energiegeladen, nein gedopt, begebe ich mich in den Flieger, der mich höher und weiter bringen wird als es Didl, Schlieri und Co. je waren. Bye the way: Toi, toi, toi, Team Austria! Medaillenkurs voraus!
Eure – mit Sicherheit glänzende – Statistik schau ich mir in aller Ruhe dann NACH Kuba an.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.