Anuradhapura und Mihintale

(Freitag, 11.7.) Hardcore-Sightseeing durch die alten Stadtanlagen Anuradhapuras. Ich hab mittlerweile ein bisschen einen Overkill von Dagobas und Stupas und Buddha-Figuren und Tempeln und Palästen. Der Eintritt in die alte Stadt ist – für das, was geboten wird – mit 3250 Rs. (25 US-Dollar) zwar nicht sonderlich hoch, nähert sich aber langsam aber sicher den europäischen Preisen. Klarerweise zahle ich den Touristenpreis.

Mittags erklärt mir Sriya, wie sie Sambol zubereitet – in der Zwischenzeit eine meiner liebsten Soßen:

– Kokosnuss (in Wien werd ich wohl oder übel auf Flocken zurückgreifen müssen)
– Chili-Powder (red)
– Frische grüne Chilischoten (geschnitten)
– Zwiebeln
– Bissl Zitrone
– Bissl Salz

Da freu ich mich drauf. Als Beilage eignen sich Hoppers oder Rotis.

Nach dem feinen Mahl muss ich mich wieder eine Stunde niederlegen. Es ist einfach zu schwer, sich mit voll geschlagenem Bauch auf Tour zu begeben.
Auch die Familie ruht sich aus, bis wir alle gemeinsam ins 13 km entfernte Mihintale tuktukern. Am Weg dahin beobachte ich Vorbereitungen für das morgige Vollmondfest. Es scheint alles auf den Beinen zu sein, unzählige Essens- und Souvenirstände, badende Elefanten und Mahouts; ich kanns kaum glauben, dass Sriya eine solche Szene noch nie gesehen hat. Die 9-jährige Tochter staunt aber ebenso begeistert.

Mihintale kurz gefasst: Der Geburtsort des sri-lankischen Buddhismus. Hier wurde der damals amtierende König dazu bekehrt, als Folge davon hat er seinen gesamten Hofstaat damit vertraut gemacht und nach und nach schließlich die gesamte Insel zum neuen Glauben gebracht.
Über mehr als 1800 Stufen gelangt man zu diesem religionsgeschichtlichen Ort. Während die Family und ich uns bei hohen Temperaturen nur langsam hochbewegen, laufen ganze Schulklassen in Trainingsoutfits neben uns rauf und runter. Mein immer noch voller Bauch macht aber solche Aktionen momentan leider unmöglich.
Am Heimweg erspähe ich das Rad meiner Träume: Ein nigelnagelneues Oldstyle-Fahrrad. Kostenpunkt: 16.700 Rs. (knapp 95 €). Ich komme ernsthaft in Versuchung, mir das Vehikel nach Hause schicken zu lassen. Die Cargo-Preise überprüfe ich das nächste Mal im Vorhinein. Das ist sicher!

Morgen melde ich mich aus Negombo (kurz: N’Bo). Letzter Halt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.