Coming and going

Es ist ein Kommen und Gehen. Fast alle meine Klassenkollegen sind bereits abgereist oder werden das in den kommenden zwei Wochen tun. Ich bin ein bisschen traurig, denn natürlich hat sich eine Gemeinschaft entwickelt, die einem auch Halt gibt. Kristin ist ja schon vor einigen Wochen gen Heimat aufgebrochen, und auch andere liebe Mitstreiter habe ich bereits auf meiner Reise verloren. Besonders Aymeric und Chade werde ich sehr vermissen. Beide haben mit mir im September in der Schule begonnen, waren also wie ich Langzeitstudenten. “For me it’s okay going back home now, 5 months in Cape Town are enough.” Und ich muss gestehen, auch ich habe mittlerweile ähnliche Empfindungen. Mehr und mehr und wiederholt stelle ich fest, wie schwer ich mir mit Veränderungen tue. Zwar habe ich immer noch nicht alles, was ich mir vorgenommen habe, gesehen, spüre aber inzwischen schon diverse “Ermüdungserscheinungen” aufkommen.

Am vergangenen Valentinstag sind wir in einer richtig großen Gruppe zur “Wally’s Cave”, einer Höhle am “Lion’s Head”, aufgestiegen, um dort gemeinsam den Sonnenuntergang zu genießen und wieder einige Studenten zu verabschieden. Macht’s gut, ihr Lieben, und kommt gut heim! Gegenseitige Besuche in unseren hometowns wurden natürlich vereinbart und mehrmals bestätigt! 🙂

Der Lion’s Head ist übrigens ein beliebtes Ziel in Vollmondnächten. Jeden Abend kann man Stirn- resp. Taschenlampen-Schlangen erkennen, die sich ihren Weg in der Dunkelheit nach unten bahnen. Der Ausblick, ganz egal von wo, ist einfach, naja, was soll ich sagen: “Awesome!”

Zur Zeit befinden sich aber auch Lisi und Rene in Südafrika; mit ihnen war ich das Wochenende zuvor “out and about”. Eigentlich hatten wir einen Besuch auf “Robben Island”, der Gefängnisinsel, auf der Mandela inhaftiert war, geplant, aufgrund des starken Windes aber ist unsere Fahrt relativ kurzfristig abgesagt worden.

Lisi und ich haben eine wirklich witzige Vorgeschichte, denn bis zu unserem Treffen hier in Kapstadt kannten wir uns nur auf virtueller Ebene, obwohl wir beide etliche gemeinsame Bekannte und auch das gleiche – btw sogar zur gleichen Zeit – studiert haben. Über unsere gemeinsame Leidenschaft des Fotografierens sind wir vor Jahren mal über Flickr in Kontakt getreten – und nun sehe ich sie endlich leibhaftig vor mir 🙂 Am Samstagabend haben wir quasi als Auftakt gemeinsam “Nelson’s Eye”, ein stadtbekanntes Steak- und Burger-Lokal, besucht.

Den Sonntagnachmittag haben wir dann, zwar ein bisschen traurig, dass der Trip nix geworden ist, aber recht gelungen ausklingen lassen: Green Point (Park), Waterfront, Muizenberg, Kalk Bay Habour und Shark Spotters Point Outlook. Sonnenbrand und -stich inklusive! 🙂

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