All around Knysna

Die Abende/Nächte von Dienstag bis Donnerstag habe ich im wunderschönen Knysna verbacht. Die Stadt an der „Garden Route“ liegt inmitten einer wunderbar grünen Bergwelt an einer 20 Quadratkilometer großen Lagune, die sie mit dem Indischen Ozean verbindet. Der Eingang dazu ist durch zwei Sandsteinkliffs gekennzeichnet. Die so genannten 116 und 200 Meter hohen „Knysna Heads“ erlauben einen traumhaften Ausblick auf die Felsküste, die Stadt an sich und das offene Meer. Kurzerhand beschließen Robert aus Rotterdam, den ich in meiner Unterkunft „Island Vibe“ treffe, und ich, dass wir an einem Bootsausflug durch die Lagune teilnehmen. Klingt entspannend, ist es aber nicht. Wir landen auf einem High-Speed- resp. Power-Schlauchboot, das mit uns über die Wellen reitet und jumpt als würden wir vom Teufel gejagt. „Once out at sea the world is your oyster“, heißt es auf dem Flyer, der mir zuvor in die Hände gefallen ist und der mich sofort von diesem Abenteuer überzeugt hat. Hold on tight…!

Auf der offenen See schlägt das Wetter um. Rund um uns nur mehr Nebel, für einen Laien wie mich ist es unmöglich, die Richtung zurück an Land zu finden. Unser Bootslenker hat sichtlich Spaß dran, uns immer wieder zu fragen, wo genau wir hinsteuern müssten, um wieder zurück zu kommen. Die Zeigefinger aller Teilnehmer weisen nämlich, als wäre es völlig logisch, tendenziell in die komplett falsche Himmelsrichtung. Huch. Ich würde kein Schiff navigieren können. Die Bootstour von der Knysna Waterfront ausgehend dauert über eine Stunde. Als wir wieder an Land gehen, weiß ich, dass mir am nächsten Morgen Halsweh ins Haus steht. Zu lange hatte ich den Mund offen, zum Einen, weil er mir ob der fantastischen Landschaft automatisch offen gestanden ist, zum Anderen, weil wir die Wellen mit vollem Karacho übersprungen, uns bei jedem Turn auf die entsprechende Seite gelehnt und ich dementsprechend gequieckt und geschrien habe. Sowohl aus Spaß, aber auch aus Angst heraus.

Bevor wir uns diesem Adrenalinkick ausgesetzt haben, ging’s zum „Judah Square“, einer der größten Rastafarian Communitys, die es in Südafrika gibt. Unser Guide Paul erzählt uns viel über ihre Lebensweise und gewährt uns auch Einblick in seinen Garten, in dem er angefangen von Kräutern und Tomaten bis hin zu Avocados alles zieht, was Gott verboten hat. 😉

Den ganzen Donnerstag verbringen Robert und ich wieder gemeinsam auf Tour.  Bei dem Ausflug, den wir uns ausgesucht haben, steht alles im Zeichen der zu beschützenden Tiere dieser Erde. Wir besuchen unterschiedliche Tierschutzgebiete und -asyle, die verletzten und Zoo- oder Zirkustieren ein Heim bieten. „You can take the animals out of the Wild, but you cannot take the Wild out of the animals“, lässt uns unser Guide beim Besuch des „Jukani Wildlife Sanctuary“ gleich zu Beginn wissen. Was folgt sind alle Arten der großen Katzen, u. a. White Lions, Bengalische Tiger und Leoparden ?, um nur einige zu nennen. Ich bin begeistert. Er erzählt uns auch, dass Tiger ? in der freien Wildbahn bis zu drei Meter hoch springen können. Wow! Natürlich gibt’s wieder Zebras und alle möglichen Bockarten zu bestaunen.

„Monkeyland“, ein Wald voll mit Primaten in jeder Größe und „Birds of Eden“, eine mit einem Netz überspannten Waldschlucht, wo wir u. a. Papageien, Flamingos und Goldfasane treffen, stehen auch noch am Nachmittagsprogramm.

Am frühen Abend soll mich mein Weg weiter in die „Wild Spirit Lodge“ in The Crags irgendwo in the middle of nowhere führen. Darauf freue ich mich besonders, habe ich doch zumindest einen Tag Pause in den dichten Wäldern rund um die Backpacker-Unterkunft geplant.

2 comments on “All around Knysna

  1. hello baby,
    sehr aufregend, was du alles erlebst!
    ich kann mir gar nicht vorstellen, wie das alles „in echt“ sein muss, die fotos alleine sind schon überwältigend!

    bu
    nina

    1. Hallo liebe Nini!! Es ist traumhaft hier, wobei ich auch bissl Stress habe, meine Anschlüsse (Bus) rechtzeitig genug zu organisieren. Gestern war ich ziplinen (mitten durch die Wälder), auf den Bungy Jump von der höchsten Bungee Bridge der Welt hab ich aber verzichtet… Dafür bin ich zu alt 🙂
      Bussl! Miss you all!!!

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