„Ek wil nog nie na huis nie!“

Es ist Zeit. Zeit, wieder heimzukehren. Mit gemischten Gefühlen tippe ich noch geschwind diesen letzten Blog-Eintrag vor meiner abendlichen Abreise (Samstag 27. Mai 2017), einerseits voller Freude auf meine Familie, Freunde und Bekannte, auf mein Daheim, auf mein Wien, andererseits voller Wehmut, wenn ich auf mein Kapstadt zurückblicke, das mir so viele Erfahrungen beschert und so viele liebe Menschen nahe gebracht hat, wie noch selten ein Lebensabschnitt zuvor. Ich werde dich vermissen, mein(e) Kap-Stadt! Die Zeit, die ich hier verbringen durfte, war und ist einfach „eksie-perfeksie“ – um zusätzlich zu meinen aufgefrischten und neu gewonnenen Englischkenntnissen auch „mein“ Afrikaans zum Einsatz zu bringen! Spricht und versteht man Afrikaans, die jüngste Sprache dieser Erde und eine der insgesamt elf Nationalsprachen in Südafrika, dann weiß man auch, was mit „Ek wil nog nie na huis nie!“ gemeint ist: Ich will noch nicht nach Hause gehen, obwohl ich weiß, dass auch diese Zeit einmal ein Ende haben muss. Ich bin dankbar und glücklich, dass alles so gut geklappt hat! Baie dankie (Herzlichen Dank), South Africa!

Die vergangenen Wochen hatten es ganz schön in sich. Ich hab ordentlich gebüffelt. Mein CAE-Examen findet Anfang Juni in Wien statt, fertig bin ich aber noch lange nicht, ergo: I need to buff up on my English. Fühle ich mich mittlerweile im Writing und im Listening recht wohl, hapert’s immer noch ein bisschen in meinen Reading- und Speaking-Fähigkeiten, aber auch die werde ich noch in den Griff kriegen, um das Examen mit dem gewünschten Erfolg abschließen zu können. Ein bisschen Zeit bleibt mir ja noch.

Zwischenzeitlich waren nicht nur Karo, mit der ich übrigens sowohl vor als auch nach dem „Burn“ sagenhaft gut gelungene Braiis in ihrer Bleibe nahe der Clifton Beaches veranstaltet habe, sondern auch Nicola und Steve zu Besuch in Südafrika. So oft es mir meine Zeit erlaubt hat, war ich mit ihnen unterwegs und habe ihnen meine absoluten Lieblingsplätze in Kapstadt gezeigt: Nelson’s Eye, Kloof Street House, Rick’s Americain Bar, R Caffe, Yours Truly, Charly’s Bakery, Woodstock, Company’s Garden uvm. Wenn ich in der Schule war, haben sie die Stadt plus Umgebung auf eigene Faust erkundet.

Eine Tour mit dem Kiff-Bus (kiff; ein südafrikanisches Slangwort für „exzellent, cool“) führte Nixi, Steve und mich nach Woodstock (Beer-Tasting; Streetart), über den Chapman’s Peak weiter nach Kirstenbosch (Steenberg) und wieder retour nach Cape Town.

Ein wirkliches Highlight war unsere „AY Graduation Party“. Am vorletzten Donnerstag meines Aufenthaltes wurde in der EF Schule groß gefeiert. Unter dem Motto „Black/Gold“: „Our theme for the night is that of Glits! So dress up in your best Black and Gold wear and look chic! Think ‚The Great Gatsby‘ or James Bond Casino nights!“, lautet der Dresscode. Ok!

Zudem wurde ich eingeladen einen meiner Texte, der im Zuge meines Kurses entstanden ist, vorzutragen. Im Hintergrund gab es eine Slide-Show mit etlichen meiner Bilder. Wow! Ich war begeistert! Damit hätte ich nicht gerechnet, und auch das Feedback hat mich völlig umgehauen. Die Studenten waren alle super „stoked“ und die Komplimente waren zahlreich. 😉

Zu meiner absoluten Überraschung war ich auch in der Oscar-ähnlichen Kategorie „The Golden Boy/Girl (Next world leader)“ nominiert. Gewonnen hat Spanien (Sebastian), aber auch verdient, muss ich zugeben.

THANK YOU SO MUCH, CAPE TOWN! I WILL MISS YOU!!!

 

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