Portos Weine, Kamera-Troubles und ein Feeling wie auf Oekista-Sprachferien

Beinahe haette ich mir vorgestern eine mittelgrosze Krise aufgerissen, als meine Snapshot-Kamera mir ploetzlich mitgeteilt hat, dass mir mein Memory Stick (1 GB) in naher Zukunft keinen Speicherplatz mehr zur Verfuegung stellen wird koennen. Gut, ich habs vielleicht auch ein wenig uebertrieben, aber ihr alle wisst, WIE verdammt ambitioniert ich bin, wenn es darum geht, moeglichst viele Details/Eindruecke via Fotokamera fuer die Ewigkeit zu bannen. Sage und schreibe ueber 830 Pics habe ich in den ersten 12 Tagen meiner Reise geschossen. Nicht schlecht, oder? In Analogkamera-Zeiten haette mich diese Unzahl ein kleines Vermoegen gekostet, aber heutzutage – und ich kann ja noch froh sein, dass mein Speicher bis Porto, einer Groszstadt, die mit zahlreichen Fotogeschaeften aufwarten kann, durchgehalten hat und seine Kapazitaeten nicht schon irgendwo im Caminho-Gemuese aufgebraucht waren – ists kaum mehr was Besonderes, mit soviel Fotomaterial aus dem Urlaub zurueckzukehren. Wenn ihr dann also irgendwann mal ein Wochenende Zeit habt, fuehre ich euch gern ein “Best-of” vor ;-)! … Naja, also, bin ich, seit die Geschaefte am Montag wieder ihre Pforten geoeffnet haben, stolze Besitzerin einer nunmehr 2-GB-Speicherkarte – man weisz ja nicht, was noch kommt! 😉 Fotographisch ausgetobt habe ich mich untertags an den Hafenkais (kreischende Moewen in der Luft und malerische Portweinboote), bei/auf/unter der zweistoeckigen Eisenbruecke D. Luis I. sowie in den Portweinkellern nahe des Douro, in denen auch Fuehrungen mitsamt Weinverkostungen angeboten werden. Tolle Sache! Sonntagabend – ich war mit Samuel (Israel) und Guy (Kanada), beide habe ich in meiner Lonely-Planet-Tipp-Absteige kennen gelernt, auf Bar-Tour – hab ich bereits einen “Red Port” getrunken; not my taste, weil ganz ordentlich stark (durch den zugesetzten Branntwein) und mir persoenlich auch viel zu suesz. Seitdem ich aber gemeinsam mit meiner suedkoreanischen Zimmerkollegin (Name?) bei “Sandeman” den weiszen, 10-Jahre-alten “Lagrima” (98er-Jahrgang…kann nur gut sein 😉 ) gekostet habe, hat sich meine gestrige Einstellung zu dieser Art von Wein wieder schlagartig gewandelt. Es ist schon was dran, an diesem Gesoeff! Die Bezeichnungen Ruby, Tawny und Vintage haben sich jetzt uebrigens auch ein wenig aufgehellt – so wie der Port nach entsprechend langer/laengerer Lagerung ;-)!

Nun gut, soviel dazu! Heute (Di) ziehe ich in gut einer Stunde per Bus (ueber Coimbra – Leiria) weiter in ruhigere Gefilde (ins Fischerdorf Nazaré), froh und gluecklich ueber und mit meine/r Kamera, die wieder voll funktionstuechtig ist!

2 comments on “Portos Weine, Kamera-Troubles und ein Feeling wie auf Oekista-Sprachferien

  1. hello baby!

    wow, so schnell geht das. ich weiss noch wie entsetzt/ängstlich/aufgebracht die ganze familie letztes jahr war, als du von deinem vorhaben “jakobsweg” erzählt hast.

    heuer ist es mehr oder weniger eine selbstverständlichkeit – aber auch für dich (so scheint es jedenfalls für mich). du hast die kilometer runtergespult wie nix, hast das alles alleine gemeistert und bist deinem ganz persönlichen ziel dabei hoffentlich ganz ganz nahe gekommen.

    ich bin stolz auf dich und hab dich lieb, bin halt einfach deine grosse schwester.

    viele bussis
    nina

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