"Tempelfest" mit Elefanten, Shiva und der Landbevoelkerung an sich

Ja, noch bin ich “abhaengig” von und “suechtig” nach (neuen) Medien… also noch nicht so ganz raus aus dem Alltag… Des Morgens erfreue ich mich dieserorts an “The Hindu” in der Kerala-Edition, wo es neben den internationalen eben auch regelmaeszige News aus dem gleichnamigen Bundesstaat, aus der Region gibt.
Heute habe ich darin ein Foto eines Umzugs, das im Rahmen des “Thaipooyam”-Festivals geschossen wurde, gefunden; unsere kleine feine Gruppe war zwar nicht bei diesem Festival, aber bei einem kleineren Tempelfest im Nachbardorf, das ebenfalls gestern stattgefunden hat. Via Autorikshas sind wir dorthin gefahren, vorbei an winkenden Menschen, die Frauen in langen, bunten festlichen Saris, die Maenner detto im Festtagsgewand und die Kinder toll geschmueckt und rausgeputzt. Fuer mich, die ich zum ersten Mal mit dieser Reise ueberhaupt einmal aus Europa rauskomme, hat sich das Bild einer ganezlich anderen Welt eroeffnet, mit der ich anfangs nicht so wirklich umzugehen wuszte. Die Leute hier sind so wahnsinnig freundlich, hilfsbereit und interessiert, das einem das als ans kuehle und grantige Wien gewoehnte Europaerin einfach SOFORT als completly different auffallen MUSZ! Quasi over night hatte ich mich an ein Leben als Celebrity hier einzustellen, denn als blonde junge Frau erregt man hier fast mehr Aufsehen als die insgesamt acht, toll mit goldenen Masken geschmueckten Elefanten oder als die als Gottheiten wie Shiva oder Krishna verkleideten maennlichen Taenzer, die ebenfalls Teil des Festes waren.

Die Leute wollen mit dir reden, wollen dich anschauen, dich angreifen, mit dir Blickkontakt haben, dir ein Laecheln schenken. Zu 6t also waren wir ploetzlich mitten im Geschehen, inmitten einer Dorfgemeinschaft, die sich von diesem 1 x jaehrlichen stattfindenden “Tempelfestes” (Jan/Feb/Mar) ausgehend in bester Laune gezeigt hat. Die Impressionen, die ich dort eingefangen habe, sind fuer mich definitiv genauso exotisch wie ich fuer all die Menschen hier, die all den Westlern so viel Bewunderung und Beachtung, oder einfach nur unwahrscheinlich groszes Interesse schenken. Ich tue mir schwer damit, und die ganze Situation hat mich trotz der vielen optischen wunderschoenen und bunten Eindruecke voellig ueberfordert, weil ich zeitgleich auch weisz, dass etwa Bauarbeiter ein laecherliches Monatseinkommen von umgerechnet 23 Euro haben. Gerade in diesen Sekunden, in denen ich das hier fuer mich und alle Interessierten in die Tastatur klopfe, treibt es mir ob dieser Kenntnis/ ob dieser mir unverstaendlichen Tatsache unweigerlich die Traenen in die Augen, blosz aendern kann ich daran gar nix. Mir bleibt einfach, all diese Situationen hier anzunehmen wie sie sind. Und jetzt weisz ich auch, was Dr. Baji mit den vielen Ablenkungen, denen ich besser aus dem Weg gehen soll, um nicht kontraproduktiv auf meine Behandlungen zu wirken, gemeint hat…

2 comments on “"Tempelfest" mit Elefanten, Shiva und der Landbevoelkerung an sich

  1. hello baby,
    wow das hört sich ja alles ur aufregend an. geniess die zeit, denn das grantige und graue wien mit all seinen problemen wird in der zwischenzeit hier auf dich warten …

    aber du wirst auch das schaffen, wie du auch alles anderer bisher geschafft hast. viele bussis

    deine schwester

  2. Well, well… ich kenne genau diese tränen, die da aufsteigen… aber bedenke, dass du mit deiner kur dort einigen menschen arbeit ermöglichst – dann kurt es sich gelich noch viel besser! Bussi und ich freu mich schon auf die tollen bilder vom blonen engerl! Deine kät

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